Wir sinken langsamer – das sind gute Neuigkeiten!…..?

Auf Bloomberg sah ich heute einen Kommentar von irgend jemanden, der mir und allen Zuschauern direkt ins Gesicht gesagt hat.

“Die Preise fallen langsamer, dass sind gute Neuigkeiten!”

Auch wenn ich die Daten so interpretieren würde, was ich persönlich nicht tue, dann würde ich trotzdem meine Meinung etwas “vorsichtiger” formulieren.  Ein paar Prozent oder vielleicht sogar Promille in oder her, spielen im Moment weniger die Rolle, solange es Abwärts geht.

Die Geschwindigkeit des Abschwungs scheint sich zu verlangsamen, dass sehe ich auch, doch “wann” und ob wir schon von einer Besserung sprechen können wage ich zu bezweifeln. Nur weil der Abhang etwas flacher geworden ist, können wir noch nichts über dessen länge wissen.

Heute hat z.B. Adobe berichtet, dass wieder eine Woche der Betrieb geschlossen wird um Kosten zu sparen. Ok, Adobe ist nun nicht eines der wichtigen, grossen Unternehmen steht allerdings doch für eine fortschrittliche Produktpolitik und Vertrieb via Internet.

Der Umsatz von Adobe ist im 2 Quartal um 21 Prozent gefallen, weil die Kunden nicht auf die neuste Version von Adobe’s Creative Suite updaten. Alles unwichtige wird zuerst einmal zurückgestellt um abzuwarten bis sich der Nebel lichtet. Das wiederum wird den Abschwung weiter anheizen, bis wir endlich wieder an einem Punkt angekommen sind, wo das Angebot die Nachfrage trifft.

Wo das sein wird?

Das ist wohl die Billionen Frage in diesen Tagen. Sollte keine neue Kreditnachfrage geschaffen werden, so denke ich dass wir viel weiter unter uns wieder finden werden, als wir es bisher gewohnt waren. Vielleicht werden wir sogar tiefgreifende Veränderungen erleben, da wir nicht mehr mit unseren alten Methoden weiter kommen werden.

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Filed Under: Ansichten

Comments (3)

 

  1. Sven says:

    “Sollte keine neue Kreditnachfrage geschaffen werden…”

    Sorry, ich dachte die Kreditnachfrage wäre da, nur es gäbe keine Kredite, wegen sichdietaschenzuhaltender Banken.
    Bei den Unternehmen wegen mangelnder Sicherheiten und trüben Auftragseingängen und damit ungünstiger Rückzahlfähigkeitsprogose.
    Bei den Verbrauchern, weil die untere Hälfte auch zu guten Zeiten nicht kreditwürdig war und das obere Drittel den Kredit gar nicht braucht.
    Oder sehe ich das falsch?

  2. morvan says:

    hi sven,

    “Bei den Unternehmen wegen mangelnder Sicherheiten und trüben Auftragseingängen und damit ungünstiger Rückzahlfähigkeitsprogose.
    Bei den Verbrauchern, weil die untere Hälfte auch zu guten Zeiten nicht kreditwürdig war und das obere Drittel den Kredit gar nicht braucht.
    Oder sehe ich das falsch?”

    was ich damit meine ist, dass es sicherlich kreditnachfrage gibt (wär braucht keinen?), allerdings die jahre vorbei sind, in denen jeder und ich meine jeder einen kredit erhält. hauptsächlich galt das für usa und UK und das spüren wir, da hier nachfrage wegbricht. die unternehmen würden gerne leihen können nicht, weil die banken nur noch wirkliche “hard assets” als sicherheiten akzeptieren.

    die bedingungen ändern sich, sie verschärfen sich und drücken die kreditnachfrage weiter.

    wir könnten auch sage es ist die frage “wer war zu erst da? das ei oder die henne?”

    gruss
    morvan
    eachtradingday