Was alle denken, passiert dann doch nicht
Es stellt sich leider nur die Frage was die meisten Marktteilnehmer erwarten?
Schaut man sich vergangene Krisen an, dann sind wir noch lange nicht am Boden angekommen. Wir hätten dann noch einen weiten Weg vor uns.
Doch mir fällt auf das bereits einige – vielleicht sogar viele, dies auch erwarten. Nun stellt sich für mich die Frage, ob bereits zu viele Marktteilnehmer dies erwarten und es dann doch nicht eintritt.
Ohne Zweifel befinden wir uns in historischen Tagen und es ist sehr schwer auch nur einen Tagesverlauf korrekt vorherzusehen. Tagesschwankungen von 5% sind keine Seltenheit. Ich sitze oft vor den Chart und komm aus dem Staunen nicht mehr heraus. Täglich frag ich mich, ob wir alle verrückt geworden sind. Doch ich verstehe die Nervosität.
In diesen Zeiten sollte es Gesetze geben, die den Wert einer Aussage eines Vorstandes mehr Gewicht beimisst und nicht diesen Falschaussagen vorschub leistet. Ok, sie wollen die Leute beruhigen, dass es keinen Run auf die Banken gibt, aber kann es sein das ein Vorstand sagt, dass es keine Probleme gibt, ausreichend Liquidität vorhanden ist. Einige TAGE , nicht Jahre, Monate oder Wochen, später sind die meisten Firmenteile verkauft. Ein Teil verstaatlicht, der andere von der Konkurrenz ausgeweidet und der Aktienkurs weitere 90% gefallen.
So geschehn bei FORTiS, einer bisher grossen europäischen Bank und nunmehr kaum mehr existent. Da nimmt das Wort “Vertrauenskrise” eine ganz andere Bedeutung an.
Im Moment gilt es allen Aussagen zu mißtrauen und warten zu können. Warten auf Bestätigungen. Sei es von Chart oder von Quartalsberichten.
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