Vertrauensverlust – was wirklich zählt!
Wir lesen und hören ständig, dass die Banken sich untereinander nicht mehr vertrauen und daher die dringend benötigte Liquidität zum erliegen kommt. Dieser Vertrauensverlust ist nicht überraschend, wenn wir uns überlegen wie langsam und tröpfchenweise die “Wahrheit” oder das ganze Ausmaß dieser Krise an die Öffentlichkeit tritt.
Aussagen von Vorständen waren seit jeher mit vorsicht zu genießen, doch in dieser Krise zeigt es sich, das sie nicht das Papier Wert sind auf dem sie gedruckt sind. Die Regeln sind zu Komplex geworden und absolut niemand kann diese mehr überblicken. Die Produkte wurden so abstrakt, dass selbst ihre Erschaffer diese nicht richtig erklären können. Oder würde jemand freiwillig ein Produkt erwerben, wo die Bedingungen ca. 100 Seiten lang sind? Also ich nicht willentlich!
Doch kommen wir zum Vertraunsverlust zurück!
Was mich wirklich erschüttert ist folgendes. Erinnere dich an dein letztes Gespräch mit deinem Banker und erinnere dich daran wie du um Kredit gebeten hast. Da wurde dir erklärt warum du einen Kredit bekommst oder warum nicht. Du bist eventuell aus der Bank raus und hast dich gefragt warum du keinen Kredit bekommst, obwohl du doch seit Jahren Kunde bist und regelmäßig ansparst. Die Banken galten Land auf Land ab als die erzkonservativen Personen für die sie an jedem Stammtisch bekannt waren und grundsolide.
Doch genau diese Banker, haben uns nun gezeigt, dass sie zu den grössten Zockern dieser Erde gehören und ihre eigenen Ratschläge nur für andere gelten nicht aber für sich selbst.
- “Kaufen sie keine Wertpapiere auf Kredit”
- “Sie sollten nicht zu sehr gehebelt in den Markt gehen, das könnte ins Auge gehen.”
- “Risikomanagment ist wirklich das wichtigste.”
- “Streuen sie ihre Risiken und legen sie nicht alle Eier in einen Korb.”
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