Verteilungskrise und keine Finanzkrise – Richard Wolff

Auf manches wird man einfach später aufmerksam und daher gilt mein Dank hier dem Blog wewiblog.de !

Ein Video das sich absolut lohnt anzusehen, da hier weitere Ideen und Ansichten besprochen werden, die ich in dieser Form bisher kaum gelesen oder gehört habe.

Richard Wolff ist der Meinung, dass die derzeitige Krise keine Finanzkrise ist, sondern eine Verteilungskrise.

Die Charts die er verwendet sind sehr einfach gehalten (nur wenige Striche) und die Erklärungen sehr anschaulich. Interessant, dass er die Problematik in der falschen Verteilung sieht und nicht an zu viel Kredit im System oder besser gesagt, durch die falsche Verteilung der Wertschöpfung waren die Konsumenten gezwungen mehr Kredite aufzunehmen als die Jahrzehnte davor und das führte zu unseren derzeitigen Problemen.

Es ist also die Frage, was ist das Symptom und was die Ursache?

Die Gedankenkette von Richard Wolff erscheint mir sehr schlüssig und zeigt sehr einleuchtend auf warum die Konsumenten Kredite aufnehmen mussten und woher sie diese bekamen.

Seit den 70igern stagnieren die Löhne der Arbeitnehmer oder gehen kontinuierlich zurück. Diese Einkommensverluste konnten nur durch zwei Maßnahmen entgegengesteuert werden.

  1. Die Frauen wurden zum arbeiten geschickt und der Mann arbeitet wieder länger als früher.
  2. Es wird mehr auf Kredit gekauft.

Für mich einer der besten Beiträge zu diesem Thema und zeigt nur wieder auf, dass sich etwas grundlegendes in unserem Wirtschaftssystem ändern muss und das vielleicht bereits in Gange ist. Aber das sagt er euch dann lieber selbst am Ende seines Vortrages.

Update 06.01.2010 um 18.21

Gerade habe ich eine aktuelle Gehaltsumfrage auf stern.de gefunden, dass die Aussagen von Richard Wolff für die USA, wohl auch für Deutschland gültig macht. Die meisten verdienen seit 1990 bedeutend weniger Geld als früher. Es kann also gespannt sein.

Related posts:

  1. Keine Kredite mehr für Unternehmen!!??
  2. Die Finanzkrise mal mit Bierdeckeln erklärt – Video
  3. 4 Faktoren, die wir unbedingt für eine Verbesserung der Finanzkrise benötigen
  4. Die Peinlichkeit kennt keine Grenzen – Der Fall Öttinger
  5. Skype verlässt Ebay als ungeliebtes Kind und soll doch keine Milliarden an der Börse bringen
Filed Under: Wirtschaft

Comments (76)

 

  1. Eric B. says:

    Vielen Dank für die Erwähnung und toller Blog!
    Und vor allem freut mich, dass das Video so gut ankommt.

  2. morvan says:

    hi eric,

    danke für deinen guten blog.

    gruss
    morvan