Tradingprojekt – warum es nicht einfach ist CFD Trading zu erlernen.

Mein Tradingprojekt läuft nun schon seit einigen Monaten, es wird daher einmal Zeit einen genauen Blick auf die letzten Monate zu werfen.

Begonnen hat alles mit 150.00 Euro und ohne die momentanen Buchverluste von wenigen Dollarn ist der Stand 450.79 Euro. Aus einem Gewinn von ca. 80.00 Euro sind durch die letzten Trades -49.21 Euro für die bisherigen 19 Trades erfolgt.

Das grösste Problem das ich sehe ist die Tradehäufigkeit, die durch das begrenzte Projektkapital (Projekt Trade) sehr eingeschränkt ist. Nur durch traden an sich kann ich zu traden lernen – davon bin ich immer noch fest überzeugt. Papertrading, also das Trading ohne wirkliches Geld, kommt für mich persönlich nicht in Frage, da ich einfach in der Vergangenheit festgestellt habe, dass meine Entscheidungen rationaler, disziplinierter und mit weniger Risiko getroffen werden, wenn kein wirkliches Geld im Spiel ist.

Kein wirkliches Geld bedeutet nichts gelernt zu haben, da es meine Entscheidungen verfälscht!

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Die Möglichkeit in kleinere Timeframes wie z.B. (5min, 10min) zu wechseln, würde die Handlungsmöglichkeiten weiter erhöhen, doch würde dies bedeuten, dass ich länger vor dem Rechner sitzen müsste und mehr auf den Chart starren würde. Auch dies hat sich in der Vergangenheit nicht als bestes Mittel herausgestellt, daher versuche ich dies eigentlich immer zu vermeiden. Zu schnell lasse ich mich hier emotional mitreissen und die CFD Kontrakte fliegen mir nur so um die Ohren. So etwas kann gut gehen – muss es aber nicht!

Eine weitere Möglichkeit wäre das Risiko pro CFD Kontrakt weiter zu verkleinern, in dem das Risiko pro Punkt weiter verkleinert werden müsste. Bei CMC Marketes sehe ich hier keinerlei Möglichkeiten und auch bei anderen CFD Anbietern ist mir dies nicht bekannt. Im das nochmal deutlicher zu sagen; statt 1 Punkt = 1 Dollar im S&P 500 würde ich z.b. gerne auf 1 Punkt = 0.25 Dollar herunter gehen.

Dadurch könnte ich häufiger traden, da das Monatsrisiko von 50 Euro auf ca. 300 Punkte im S&P 500 verteilt wäre.

Vielleicht kennt von Euch ja jemand einen CFD Broker, der dies anbietet?

Ansonsten bleibt mir nur eins übrig – diese Zeit abzuwarten und durch zuschauen lernen. Auch nicht zu handeln, kann eine lehre sein, die es zu lernen gilt.

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Comments (468)

 

  1. plantrader says:

    Hi morvan,

    ob es einen Anbieter gibt, der nur 0,25 $ pro Punkt als Kontrakt anbietet weiß ich nicht. Ich glaube aber kaum.

    Zu deinem eigentlichen Problem. Tradefrequenz erhöhen, Timeframe wechseln …….

    Dazu kann ich dir sagen, was ICH an deiner stelle mal machen würde. Das heisst also nicht, dass du es so machen sollst ;-)

    Wenn ich du wäre, würde ich mir den Chart auf den kleineren Zeiteinheiten im S&P mal für ein paar Wochen ansehen, bzw. genau unter die Lupe nehmen (Marktgefühl bekommen). Vielleicht erkennen können, dass zu einer gewissen Zeit der Markt eher dazu neigt, sich stärker zu bewegen.

    Dann würde ich ein “Ein Wochenprojekt”, oder “5 Handelstage Projekt” ins Leben rufen.
    Du sagst ja dass dein Verlust nur bei 50 € im Monat liegen darf.

    Ich würde an deiner Stelle sagen. “So Jungs. Diesen Monat werde ich an einer Woche, oder an 5 Handelstagen, den S&P intraday mit jeweils NUR EINEN TRADE pro Tag handeln”

    Ich würde nur Trades eingehen, die einen initial risk von 10 $ nicht übersteigen und natürlich nur Trades, die ein gutes CRV von ca. 1,5 oder sogar mehr besitzen.

    Gehen wir mal davon aus, dass ich bei einem Trade dazu komme, den Stop nachzuziehen, weil die Posi in den Gewinn läuft, dann wäre das durchschnittliche Verlustrisiko schon garnicht mehr bei 10 $ ;-)

    Und nun noch einen Schritt weiter.
    Damit ich nicht einfach mein Pulver verschiesse, nehme ich mir diese zwei Worte zu Herzen.

    “carefully selected”

    Das heisst, dass ich bei meiner Tradeasuwahl auf äusserste Präzision achten würde !

    Das ist wie bei einem Jäger, der in den Wald geht und nur eine Patrone im Gewehr hat. Was würde er tun ? Einfach mal so in den Wald schiessen, mit der Hoffnung etwas zu treffen ? …. Nein, wohl kaum !

    Viel mehr wird er auf der lauer liegen und abwarten. Er BEOBACHTET nur, um dann im richtigen Moment seinen Schuss abzugeben. Die Wahrscheinlichkeit, dann auch etwas zu treffen ist sicher um einiges höher ;-)

    Zusammengefasst:
    Ein Trade pro Handelstag an insgesamt 5 Handelstagen innerhalb eines Monats.
    Das initial-risk pro Trade bei 10 $.

    Mal ganz ehrlich …. denkst du, dass du alle 5 Trades verballern würdest ?? Ich glaube das nicht.

    Ich würde das einfach mal als eine Art “Prüfung” sehen. Wie weit bin ich ? Was könnte ich denn verlieren ausser einem fuffie ? ;-)

    Es gibt grundlegend nur 3 Ergebnisse nach der Woche.

    1) Alle Trades verballert. 50 $ weg. Noch ein weiter weg bis zum Ziel.

    2) Das Ergebnis ist +/0 $. Aha…. jemand der zumindest auf +/0 mit seinen Trades kommt, hat schonmal garnicht so viel verkehrt gemacht. Das Projekt könnte wiederholt werden im nächsten Monat.

    3) Das Ergebnis ist + XX €. Na also. Wenn ich “mich selbst und mein Risiko kontrollieren kann”, funktioniert es ja.

    Gruss
    Plantrader

  2. TurboLuke says:

    Es gibt mehrere Gründe warum dein Projekt keinen Erfolg haben kann. Neben den bekannten Gegnern, hast du einen entscheidenden großen neuen. Hier die bekannten:
    - Der Emitent, der dir bei jedem Trade den Spread aus der Tasche zieht
    - Deinen Informationsnachteil (keine Insider)
    - Deinen zeitlichen Nachteil (Nachrichten UND Kurse kommen zu spät)
    - Deine Psyche
    - Den Umstand, dass du Kurse nicht permanent verfolgen kannst
    - usw.

    Du hast durch deinen geringen Einsatz einen weit größeren Gegner: Die Tradingkosten! Rechne mal prozentual deinen Gegner aus wenn du für 500€ eine Position eingehst oder für 5.000 oder gar 50.000€
    Je kleiner die Position, desto größer muss also deine Trefferquote sein.

  3. plantrader says:

    Achja nochwas.

    Das mit dem Papertrading und/oder echten Geld traden, sehe ich genauso wie du.

    Papertrading ist schon mal gut, um den Markt etwas kennenzulernen, oder die Funktionen einer Handelsplattform, aber sicher nicht vergleichbar mit Echtgeld Trading.

    Das ist wie beim Schwimmen. Um das zu lernen, muss man ins Wasser.
    Einer der das Schwimmen auf dem Land übt, wird keine grossen Chancen im Wasser haben.

    Und so ist es im Trading auch. Traden lernt mal nur mit echtem Geld.

  4. morvan says:

    hi plan,

    danke für deinen input. deine ideen sind es wert genauer betrachtet zu werden.
    ich denke dafür würde ich ein weiteres konto eröffnen, da ich mich im moment psychisch auf “die grosse” bewegung vorbereite
    und ich das getrennt betrachten würde.

    leider kann ich bei cmc kein seperates konto eröffnen, so das ich eins langfristig betrachte und das andere kurzfristig.

    gruss
    morvan
    eachtradingday

  5. morvan says:

    hi turbo,

    was ich jetzt nicht verstanden habe – was ist dann dein rat?

    aufhören? kontogrösse erhöhen?

    gruss
    morvan
    eachtradingday

  6. TurboLuke says:

    Du solltest Deine Kennzahlen wissen. Welche Quote hast du, wie sieht dann der Gewinn aus, wie der Verlust etc.
    Dann rechne dir den %-Anteil der Tradingkosten dazu. Vom Gewinn vergiss auch die 25% Steuer nicht.
    Du kannst den %-Anteil nur verringern, indem du die Positionsgröße erhöhst. Wenn das aber machst, werden die psychischen Einflüsse größer (Angst, Gier).
    Heißt konsequentes und ehrliches Papertrading betreiben und nicht anfangen zu traden bevor min. 5k angesammelt sind. Sinnvoller sind eigentlich 10k. Aber stell dich drauf ein dass die schnell weg sein können wenn du dir nicht sicher bist mit dem was du machst.

  7. plantrader says:

    @morvan

    Sehr gut was du da ansprichst.
    Mir geht es genauso. Ich kann auf einem Handelskonto auch nicht verschiedene Handelslogiken traden. Deswegen hab ich so viele Kontos :-)

    Was aber für mich genauso schwierig ist und darauf würdest du dich ja evtl. einlassen ist das Problem, dass du ein und den selben Markt handeln würdest.

    Stell dir vor, du handelst deinen S&P in einer grossen Shortbewegung und bist über Tage, oder gar Wochen short. Gleichzeitig diesen Markt (auch wenn es auf einem anderen Konto ist) intraday zu handeln ist aus mentaler sicht sehr schwer. Vielleicht ergibt sich intraday eine Chance auf einen Longtrade ? Du würdest sicher zu schnell glattstellen, weil du ja deinen grossen Short laufen hast. Das wie gesagt, sehr schwer.

    Es würde vielleicht funktionieren, wenn du flat bist mit deinem Handelskonto, dann hättest du keine laufende Position die dich bewusst- bzw. unterbewusst zu falschen Endscheidungen zwingt.

    @TurboLuke

    - Der Emitent, der dir bei jedem Trade den Spread aus der Tasche zieht

    “Das tut er sowieso. Egal, ob bei einem kleinen Konto, oder grossen Konto. Mit steigendem Kontostand, werden die Positionsgrössen grösser. Es bleibt mathematisch eigentlich immer gleich.”

    - Deinen Informationsnachteil (keine Insider)

    “Wir sind alle keine Insider.”

    - Deinen zeitlichen Nachteil (Nachrichten UND Kurse kommen zu spät)

    “Nachrichten interessieren nicht. Kurse werden in Realtime geliefert.”

    - Deine Psyche

    “Das ist das einzigste zu überwindende Problem.”

    - Den Umstand, dass du Kurse nicht permanent verfolgen kannst

    “Bei so einem Umstand wird logischerweise auch nicht getradet, zumindest intraday. Beim End-of-day handel muss er ja nicht die Kurse permanent verfolgen. Sowas würde nur zu Aktionismus und falschen Endscheidungen führen.”

    Just my 2 cent ;-)

  8. plantrader says:

    Du kannst den %-Anteil nur verringern, indem du die Positionsgröße erhöhst.

    Beispiel:
    Ich habe 1000 € Tradingkapital, riskiere nur 1% pro Trade. Mein SL ist 10 Punkte entfernt. Das heisst ich könnte einen 1€ Kontrakt handeln. Verliere ich, sind 10€ (1%) weg.
    Der Spread beträgt z.B. 2 Punkte. Das wären in diesem Fall 2 € Spreadkosten. Auf das Konto gerechnet, also 0,2%. Das ist sicher viel !! Aber bei einem grossen Konto exakt das gleiche.

    Ich habe 10.000 € Tradingkapital, riskiere nur 1% pro Trade. Mein SL ist 10 Punkte entfernt. Das heisst ich könnte 10 x 1 € Kontrakte handeln (10€). Verliere ich, sind 100€ (1%) weg.
    Der Spread beträgt genauso 2 Punkte. Das wären in diesem Fall 20 € Spreadkosten. Auf das Konto gerechnet, also 0,2%. Exakt das gleiche, wie auf ein 1.000 € gerechnet.

    Nur durch einen geringeren Spread könnten diese “Unkosten” verringert werden, aber es gibt ja keine CFD Bude, die sagt: “O.k. jetzt haste 20.000€ auf dem Konto. Wir verändern deinen Spread ab sofort von 2 Punkte auf nur noch 1 Punkt.”

    Ansonsten wie gesagt. Exakt das gleiche aus mathematischer Sicht.

    Gruss
    Plantrader

  9. morvan says:

    hi plan und turbo,

    danke für die angeregte diskussion.

    wie schon im artikel beschrieben ist papertrading keiner alternative, da dieses “ehrliche” trading dort nicht stattfindet. ist zu vergleichen mit “ich gehe in ein geisterhaus und fürchte mich, obwohl ich weiss das ist nur kulisse.” mein verhalten wäre bei “echten” geistern sicherlich ein ganz anderes.

    dieses projekt dient ja gerade dazu, bestimmte punkte herauszufinden turboluke, so dass ich deswegen das kapital nicht erhöhen werde (um die postionsgrösse zu verbessern).

    ich möchte mit dem projekt ja herausfinden, ob es auch mit wenig kapital möglich ist trading zu lernen.

    wer mit cfds handelt hat bestimmte vorteile, aber auch nachteile. im moment sehe ich sie als die beste wahl um noch vernünftig handeln zu können. würde ich mir deine punkte zu herzen nehmen müssten vermutlich 95% der trader aufhören zu handeln.

    für mich sind die wirklichen kosten
    1. der spread (leider wird der höher bei fallenden kursen, wenn wir ihn prozentual betrachten)
    2. meine psyche (an der arbeite ich. das muss erlernt werden)

    gruss
    morvan
    eachtradingday

  10. GeDi says:

    Hi Morvan!

    Erstmal…..RUHE….Es ist doch gar nichts passiert!
    Du schreibst selbst, das Du noch lernst. Und Du hast 50€ Verlust, bei einem Trading von einigen Monaten. Also da haben andere Trader ihr Depot schon “abgeschossen”.

    Ich sehe das so wie “plantrader”: Gerade bei geringem Kapital (“Nur eine Kugel”) muss man viel Geduld mitbringen und die Märkte beobachten. Gerade in diesen Zeiten…
    Was die Transaktionskosten angehen, also min. 2€ für Kauf und Verkauf und das evtl. bei einem Trade pro Woche…das ist ein Witz. Bei meinen Anfängen zahlte ich noch 50 DM für !!eine!! Aktion. Da müsstest Du schon jeden Tag wild hin und her handeln, damit das zu einem Problem wird. Und nach meinen Beobachtungen machst Du das nicht.

    Da Du jeden Monat 50€ nachschiesst, kommt jeden Monat eine neue Gelegenheit. Den Rat von “Plantrader”, mehr in die Tiefe zu gehen, ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ich hatte mir z.B. feste Zeiten am Tag eingeplant, an dem ich mir den 2min DAX-Chart vornahm. Meist nur 2 Std.. Kam ein Signal…zugreifen… kam keins, hab ich halt 2 Std. meditiert ;-) . Und ich habe oft meditiert…

    Mein Rat: Mach Dich nicht irre, bleib bei Deinem Trading, analysiere dieses und lern aus den Fehlern.

    Weiterhin viel Erfolg!

    GeDi

  11. morvan says:

    hi gedi :D

    meditation ist so eine sache :D
    ich versuche eher dem chart fern zu bleiben, weil ich die tendenz verspüre immer den abzug zu ziehen. hier versuche ich mich vor mir selber zu schützen.
    was ich mir überlege ist ein 2tes konto zu eröffenen um auch mal am tag etwas zu handeln. aber hier sehe ich die gefahren die plantrader schon geäussert hat, dass ich nicht im selben markt unterschiedlich handeln sollte.

    für erfahrene trader sicherlich machbar, für mich absolut no go! bliebe nur einen markt zu suchen. aktienindizes lasse ich mal weg, da die korrelation zu gross ist. vielleicht rentenmärkte!?

    gruss
    morvan
    eachtradingday

  12. Hallo Morvan

    Versuchs doch mal mit Forex Paaren wie EUR/USD bei:

    https://marketindex.rbs.com/de/Home.aspx

    dort kannst du in kleinsten Stückzahlen Handeln.

    Lg

  13. hajue says:

    Schon versucht eine Aktie über mehrere Tage oder Wochen zu halten? Ohne jetzt eine direkte Empfehlung auszusprechen -> man suche sich beispielsweise einen Titel wie die T-Aktie und hält sie bis maximal März/ April 2010.

    Eventuell steigt der Kurs bis dahin, da die Dividende recht hoch ausfällt. Meiner Meinung nach kann man bei den momentan 650 Euro durchaus etwas riskieren.

    Im besten Fall drückt Dubai den Markt noch ein Stück nach unten. Die nächsten Tage sollte man abwarten. Nach wie vor gibt es eine Vielzahl an Aktien um sich günstig einzudecken.

    Übrigens kann man auch trotz hoher Tradehäufigkeit Gewinne erzielen. Denke mal, das Verhältnis zwischen Take-Profit und Stop-Loss könnte die Ursache sein.

    Regards und viel Erfolg!