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Peer Production – die Antwort auf den Kapitalismus?

Auf ein interessantes Interview auf keimform bin ich gestoßen. In dem geht es darum, wie die Peer Production den heutigen Kapitalismus beerben kann und bereits tut.

Doch zum Start.

Was ist denn überhaupt Peer Production?

So wie ich dies Verstanden habe, geht es hierbei, um das Herstellen einer Ware (meist Software) von freiwilligen Teilnehmern, die unentgeltlich an Produkten arbeiten zum Beispiel Open Office, Thunderbird, Sugar CRM . Oder sie arbeiten unentgeltlich an Projekten wie Wikipedia mit.

Es wird also deutlich, dass diese Art der Produktion eines Produktes, die Spielregeln des Kapitalismus nachhaltig verändern können, denn zunehmend wird diese Software auch im professionellen Umfeld eingesetz und “wildert” in Märkten der alt eingesessenen Softwareproduzenten wie Microsoft und SAP.

Besonders beeindruckt und nachdenklich hat mich folgender Abschnitt zurück gelassen und ich möchte zitieren

Nötig ist das, weil der Kapitalismus am Ende ist. Spätestens die Finanzkrise macht das überdeutlich. Wichtiger aber noch: Die Finanzkrise wird genau mit den Mitteln bekämpft, die sie erst ausgelöst haben. Jetzt werden die Grundlagen für die nächste, noch grössere Krise gelegt. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine systemimmanente Lösung auf dem heutigen Entwicklungsstand nicht mehr möglich ist. Der Grund dafür liegt darin, dass der Kapitalismus einfach zu erfolgreich geworden ist. Die Verwertung menschlicher Arbeit – die Grundlage dieses Systems – funktioniert auf Grund der ständig steigenden Automatisierung immer schlechter. Das führt zur Paradoxie, dass ein gutes Leben für ganz viele heute von der Seite der Produktionsmittel her leicht möglich wäre, leider dieses gute Leben aber nicht durch das sich verkleinernde Nadelöhr der Kapitalverwertung passt. Deswegen existieren unerhörte Potentiale direkt neben tiefster Armut. (Interview auf keimform)

Das spiegelt auch meine Gedanken im groben wider. Heute stehen wir nicht mehr vor dem Problem, dass wir zu wenig produzieren können, sondern das wir das Ergebnis nicht “gerecht” verteilen können. Die Arbeitsleisung des Menschen geht zugunsten von Maschinen zurück und es muss eine neue Form gefunden werden, wie dieser Einkommensschwund kompensiert werden kann.

Ein sehr interessantes Projekt und ich freue mich auf unsere Zukunft.

Weitere Links:

Oekonux

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Comments (1)

 

  1. Stefan says:

    danke für den Hinweis!

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