Netting – keiner macht Verluste?
Habe mir ein paar Minuten der Pressekonferenz der Deutschen Bank angeschaut. Ich versteh die ganze Aufregung überhaupt nicht, denen geht es gut, allen muss es gut gehen. Die Deutsche Bank kann es sich trotz Verlust noch leisten eine Dividende auszuschütten.
Besonders interessant war sein Kommentar zu den offenen Kreditderivaten, die glaub ich so etwas grösser als 1 Billionen Euro sind. Die Nettingposition aber nur so um die 130 Milliarden Euro betrage.
Zum wiederholten male werfen die mit Netting um. Erst bei Lehman Brothers, dort waren die Kreditderivate angeblich auch zum gross Teil genettet; ich frag mich dann nur warum es überhaupt Probleme gab, wenn sich alle Forderungspositionen gegenseitig aufheben?
Natürlich hält die Deutsche Bank nur Positionen gegen erstklassige Schuldner und morgen regnet es Milch und Honig. Auch AIG galt mal als so ein Schuldner und was dieses Rating Wert ist und war können wir alle nachlesen.
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Die Fakten im 4 Quartal waren vernichtend schlecht, doch der Markt hat mal wieder die Gerüchte über ein guten Januar zum steigen genutzt. Ich sage dazu nur folgendes:
“In Zeiten wo das Wort nichts mehr Wert ist, da vertraue ich nur dem Kurs und der zeigt nach unten.”
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Comments (1)
Beim Nettng werden nicht nur CDSe untereinander aufgerechnet, sondern alle Derivate (auch Zins und Währung,…). Einer der größten Kontrahenten von Lehman Brothers überhaupt war die Eurex. Und die hat wegen der Netting-Vereinbarungen einen Schaden von genau 0 Euro erlitten.
Aber klar ist, dass die Deutsche Bank ohne Staatsgeld auch schon längst pleite wäre. Zwar habe die selbst keins bekommen, aber die Pleite von Commerzbank und HRE hätten die wohl nicht überlebt.