Misstraue allen Zahlen – auch dem GDP in den USA!
Im letzten Quartal überraschten die USA mit einem unerwartet strakem Wachstum. Einige Kritiker dieser Zahlen, wiesen schon damals darauf hin, dass wir ohne “Cash for Clunkers” und dem 8000 US Dollar Geschenk für Hauskäufer eine viel ernüchternde Zahl gesehen hätten.
Das fand ich damals schon klar und nichts neues, doch ein Artikel in der Business Week wirft für mich völlig neue Fragen und Erkenntnisse auf.
The trouble is that those GDP and productivity growth figures could be significantly overestimated—perhaps by one percentage point or even more.
Hier geht es nicht um die Hilfsprogramme, die von der Regierung aufgelegt wurden und die Zahlen positiv beeinflussen, sondern um die einfache Tatsache, dass in den GDP Zahlen (Gross Domestic Product), hauptsächlich nur materielle Investitionen berücksichtigt werden und immaterielle Investitionen wie Forschung nicht berücksichtigt werden. Zu schwierig ist es sie zu schätzen.
Und hier liegt das Problem!
That’s because the official statistics are not designed to pick up cutbacks in “intangible investments” such as business spending on research and development, product design, and worker training. There’s ample evidence to suggest that companies, to reduce costs and boost short-term profits, are slashing this kind of spending, which is essential for innovation.
Wirklich überraschend kommt für mich diese Erkenntnis nicht, allerdings habe ich mich noch nie gefragt, wie hierbei die Auswirkungen auf die statistischen Zahlen sind. Die Bedeutung der immateriellen Investitionen ist über die Jahrzehnte immer stärker gestiegen. Waren es in den 80er Jahren nur 40% aller Investitionen, so sind es heute bereits 60% aller Investition.
New research by Carol Corrado of the Conference Board and Charles Hulten of the University of Maryland, to be presented at the annual meeting of the American Economic Assn. in January, suggests intangible business investment came to roughly $1.6 trillion in 2007, compared with about $1.2 trillion spent on tangible assets such as machinery and buildings. In 1995 the two were roughly equal. Going back even further, tangible investments in 1985 were about 40% larger than intangibles.
Und hier liegt ein großes Problem in den öffentlichen Statistiken. Wir sprechen immer von der Wissens- und Informationsgesellschaft, doch es zeigt sich immer wieder, dass unsere verwendeten Werkzeuge nicht dafür gemacht wurden. Wir messen oder “vergessen” einen wichtigen Teil des Bruttoinlandsproduktes und blicken auf Daten, die absolut nichts mehr mit der Realität gemein haben.
Wie steht es um die Arbeitsplätze?
Dieser Ansatz zeigt sich auch in den aktuellen Arbeitslosenstatistiken. Hier brachen im Bereich Forschung und Entwicklung fast doppelt so schnell die Jobs weg wie im produzierenden Gewerbe (zumindest prozentueal).
To get a handle on the changes in intangible investment, let’s focus on the labor market for knowledge workers. It’s not a pretty sight. In the manufacturing sector, nonproduction jobs—which include engineers, scientists, and other knowledge workers—declined at a 7.6% annual rate during the third quarter, almost twice as fast as the loss of production workers
Ein wirklich hochspannender Artikel und ich konnte hier nur ein paar wichtige Punkte herauspicken. Den ganzen Artikel gibt es auf
Business Week – The GDP Mirage
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