Interpretation von Daten – halbvoll, oder halbleer?
Bei einigen Daten spricht man von nachlaufenden Indikatoren, d.h. diese Indikatoren werden den Tiefpunkt Monate nach den Aktienindizes erreichen.
Ein gutes Beispiel für so einen Indikator ist die Zahl der Arbeitslosen, von der man in der Regel ausgeht, dass sie ca. 6 Monate nach dem Börsentiefpunkt, auch den Boden erreicht hat.
Auf diesen Beoachtungen beruht laut Medienmeinung die derzeitige Rally in den Aktienmärkten und lässt Menschen wie mich einfach nur staunend am Rande stehen. Hier prallen Meinungen aufeinander – hier entsteht ein Preis; ein Markt; ein Handel! Nur durch unterschiedliche Erwartungen gibt es überhaupt einen austausch von Wertpapieren. Ein Käufer, braucht immer einen Verkäufer und umgekehrt.
Schauen wir uns z.B. ganz kurz Alcoa an.
Das Ergebnis im 1. Quartal war schlechter als erwartet. Doch daraus lässt sich nun nicht schliessen, das die Kurse fallen werden, denn durch diese neuen Fakten, entstehen neue Meinungen und Ansichten, die den Kurs bewegen können.
Merrill Lynch hat nach den Zahlen, die Verlusterwartung für das Gesamtjahr um 25 % nach unten revidiert. Anstatt eines Verlustes von 1.20 US $ pro Aktie, erwarten sie “nur” noch einen Verlust von 90 Cent und das bei einem Verlust im 1. Quartal von 61 Cent.
Hier entsteht etwas neues, eine mögliche Veränderung von Handlungsweisen und in unserer derzeitigen Krise leider kaum vorrausschaubar. Zu viele Regelungen werden täglich geändert. Was an einem Tag als wichtig und gut erscheint; wird am nächsten verteufelt.
Daher mein Rat – lasst euch von diesem geblubber in den Medien nicht verrückt machen, sondern seit euch klar darüber, dass für einen funktionierenden Markt das Glas für den Einen immer halbvoll ist und für den Anderen halbleer!
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Comments (363)
Ich finde die 90 cent für Alcoa gerade zu absurd. Bei 60 cent in diesem Quartal!
Es ist so krass, wie Banker IMMERNOCH sagen, die Krise geht noch 6 Monate oder so und danach gehts wieder aufwärts. “Seltsamerweise” ist es in einer Boom-phase genau anders, die geht nämlich angeblich für immer.
Wir haben die Tiefs imho noch nicht gesehen, denn noch sind einige Banker nicht auf die Nase gefallen.
hi stefan,
ja die Gewinne in den nächsten 3 quartalen müssen schon richtig gut wieder werden, sollte die prognose auch nur ansatzweise zutreffen.
ich warte ja auf den nächsten knall, aber er bleibt bisher aus, hoffen können wir ja, das es doch nicht so schlimm ist wie befürchtet.
gruss
morvan
eachtradingday
Hey!
Also was ich nicht verstehe (und ich kann immer nur den Kopf schütteln). Da machen Banken und deren Analysten Empfehlungen und Analyse und alle hören auf die?????
Diese Leute brauchen Hilfe vom Staat, ansonsten wären die jetzt pleite. Also ich würde mich schämen, von anderen Hilfe anzunehmen und dann geh ich auf die Strasse und verkünde, wie ich die derzeitige Lage sehe, bei der ich selber versagt habe…
Versteh ich nicht, ehrlich…..
Gruss und schöne Feiertage
GeDi
hi GeDi,
dir auch noch schöne restliche Feiertage!
Für mich sieht das so aus, als würden hier wichtige entscheider auf zeit spielen. nur ein beenden des preisverfalls wird sie retten und damit uns.
gruss
morvan
eachtradingday