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Frech – Frecher – Banker!!!

Es ist schon erstaunlich mit welcher Gelassenheit in den Investmentabteilungen aller Grossbanken darüber nachgedacht wird, wie die Gehälter trotz Boni Verlust stabil gehalten werden können.

Immerhin muss gute Arbeit auch für gutes Geld belohnt werden – Steuergeld stinkt nicht!

Exemplarisch habe ich mir einmal die UBS angeschaut und was so die letzte Zeit über sie in der Presse stand und mir blieb es mal wieder nicht erspart den Kopf zu schütteln. Eigentlich hatte ich etwas – sagen wir – mehr Feingefühl erwartet, doch scheint dies dieser Berufsgruppe einfach zu fehlen. 

Zuviel hauen und stechen hat sie abstumpfen lassen und unsensibel gegen die Meinung der Bevölkerung (Geldgeber) werden lassen.

Da werden bei der UBS 8500 Mitarbeiter entlassen (2500 davon in der Schweiz) und den Investmentbanken wurden mal “schnell” die Grundgehälter erhöht, da sie ja sonst zu “wenig” verdienen würden und zur Konkurrenz laufen würden.

Wenn ich solche Begründungen höre muss ich immer laut lachen und ich denk “Ja, lasst sie doch!!!”. Das Problem ist einfach, dass niemand von diesen Herren und Damen verstehen will, dass sie nur noch einen Job haben, weil die Steuerzahler die Kohlen aus dem Feuer geholt haben und es eigentlich an der Zeit wäre den Gürtel etwas enger zu schnallen. 

Eine Prise Bescheidenheit wäre hier mehr als angebracht!!!!

Und dieses Argument “müssen wir machen, weil sie sonst zur Konkurrenz laufen” höre ich von vielen Banken und ich frage mich einfach, ob das nicht ein Probagandagrund ist um einfach die Verschiebung von Variabel auf Fixum zu begründen.

Und Aussagen wie

UBS-Präsident Kaspar Villiger konterte auf die Kritik von Politikern: «Die Profis wissen, was zu tun ist

klingt in meinen Ohren wie das gerede eines Psychopathen, dem nicht ganz klar ist, dass wegen ihm Millionen und Abermillionen von Menschen ihre Jobs verlieren.

Die Krise hat gerade gezeigt, dass die Profis überhaupt nicht wissen was sie tun und ihre Gehaltsvorstellungen mehr als unverschämt sind.

Es hilft nichts, die Regierungen schaffen es nicht die Gehälter auf ein vernünftiges Mass herunter zu schrauben; nun sollten die Aktionäre mal daran erinnert werden, dass sie die eigentlichen Herren dieser Unternehmen sind und ihre Angestellten schlechte Arbeit geleistet haben und daher Gehaltskürzungen notwendig sind!

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Comments (2)

 

  1. Stefan says:

    Ja. Richtig. Ich glaube die meisten Banker glauben diese Krise ist sowas wie ein Schauer der vorübergeht, dabei ist es eher Orkan.

    Vielleicht sollte man sowas wie Mali erfinden, die man auch zahlen muss, wenn man den Job wechselt.

  2. morvan says:

    hi stefan,

    wie banker/investmentbanker in zukunft bezahlt werden, ist mit sicherheit eines DER themen die uns beschäftigen werden.
    das kurzfristige anreizsystem von ihnen ist mit schuld an der ganzen sache und hier haben wir einen ansatzpunkt wie wir es
    in zukunft besser machen können.

    gruss
    morvan
    eachtradingday

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