Eine Betrachtung der Liquidität
Auf ZeroHedge findet sich ein wichtiger Beitrag, der das Thema Liquidität/Geldmenge versucht näher zu beleuchten.
Zuerst einmal eine Grafik, die dort gepostet wurde
Hier wird versucht aufzuzeigen, dass die reine Menge an Liquidität, die die Zentralbanken beieinflussen (Tier 1 und Tier 2) gerade einmal 7 % der Gesamtliquidität ausmachen.
Durch die Entwicklungen der letzten Jahre sind neue Möglichkeiten entstanden, dass neue Liquidität geschaffen wird, die bisher nicht von den Zentralbanken kontrollierbar sind.
Hier stehen wir auch meiner Meinung nach bei einem der Hauptprobleme dieser Krise. Wir kennen sie unter unterschiedlichsten Namen – leverage, Liquidität etc. .
Die Gesamtmenge der Liquidität wird auf ca. 650 Billionen US Dollar geschätzt. Unberücksichtigt bleibt hier natürlich die Geschwindigkeit mit der die Liquidität in den unterschiedlichen Schichten fliessen kann. Das ist auch ein gewichtiger Kritikpunkt in dieser Betrachtungsweise.
Um das ganze noch etwas anschaulicher zu gestalten, folgen zwei eigene Grafiken:
Das Weltbruttosozialprodukt habe ich von EconomyWatch und das sind Zahlen von 2007.
In den Kommentaren auf ZeroHedge finden sich einige interessante Gedanken zu diesem Thema und es wird auch ersichtlich, dass hierzu noch Diskussionsbedarf besteht.
Wichtige noch mir persönlich unklare Fragen sind zum Beispiel:
- Wie wirkt sich die Umlaufgeschwindigkeit auf die prozentualle Verteilung der Liquidität aus?
- Dürfen Derivate überhaupt dazu gerechnet werden?
Der Autor von ZeroHedge, der unter dem Psoydonym Tyler Dyrden schreibt wird in den nächsten Tagen diese Frage angehen und seine sicht der Dinge uns näher bringen.
Wichtig:
Ich persönlich gehe davon aus, dass dieses Modell noch eher der Realität entspricht, als die offizielle Betrachtungsweise der Zentralbanken mit ihren Geldmengen M1 … etc.
Für mich sieht es bisher so aus, dass wären wir inmitten eines massiven Liquitätsverlustes, der auch noch länger anhalten wird. Der Leverage im System ist zu gross und muss auf ein “vernünftiges” Maß herunter gebracht werden, dies wird Zeit beanspruchen und viele Arbeitsplätze kosten.
Ich persönlich kann nur hoffen das die “Magier der Märkte” wissen was sie tun.
Für Euch:
ZeroHege ist sehr zu empfehlen und viel interessantes findet sich dort. Auch viel für mich Laien unverständliches und Englische Abkürzungen machen dann das Leben nicht besonders leichter
.
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