DIW sagt:”Vermögen doch nicht so ungleich verteilt!”

Ein interessantes Ergebnis, hat das DIW nun veröffentlicht. Das DIW arbeitet schon seit Jahren daran, dass genaue Vermögen jedes Bundesbürgers besser darstellen zu können. Jetzt wurden die Ergebnisse veröffentlich.

Bisher wurde von einem Vermögen je Bundesbürger von 88.000 Euro ausgegangen, dieser Wert wurde nun um 67.000 Euro nach oben korregiert. Bisher wurden hauptsächlich

Geldanlagen, Immobilien, Wertsachen, private Lebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträge und Betriebsvermögen

zum Vermögen gezählt und nun wurde zum ersten Mal 

gesetzlicher, tariflicher und privater Altersvorsorge

mit einbezogen.

Richtig oder Falsch?

Mir persönlich schmeckt diese Sichtweise nicht, denn unter Vermögen verstehe ich etwas, dass sich immer und jeder Zeit zu Geld machen lässt. Daher würde ich Rentenansprüche nicht dazu zählen, denn diese habe ich mir zwar erworben, aber ob diese wirklich erfüllt werden können, steht heute noch nicht fest.

Natürlich erachten wir es als abwegig, dass diese Ansprüche nicht erfüllt werden, aber in einem Land, dass zwei Weltkriege gesehen hat, sollte nichts als in Stein gemeisselt gelten.

Ich kann gesetzliche Rentenansprüche weder verpfänden noch beleihen, daher sehe ich diese Werte als kein Vermögen an, sondern würde sie eher als Einkommen werten. Genau wie ich mein Gehalt auch nicht als Vermögen sehe, sondern als Einkommen.

Mir erscheint diese Denkweise als unlogisch und kann mich nicht überzeugen. Gerade in einer Zeit, in dem die Schere zwischen Arm und Reich weiter ausseinander geht, wird “neues” Vermögen gefunden. “Seht, der Durchschnitt ist doch reicher als gedacht, es ist gar nicht so schlimm.”

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