Deleveraging aus dem Blickwinkel eines Traders und warum wir gerade in einer Krise sind!
Um diese Krise verstehen zu können, muss man verstehen was leverage oder overleverage und im speziellen deleveraging bedeutet.
Wirklich sehr einfach und anschaulich erklärt gelingt dies Dan hier bei seinem Vlog Eintrag von gestern. Wirklich sehenswert!
Für mich bleibt nun eine Frage unbeantwortet:
Wann ist das deleveraging beendetet oder sind wir bereits über diesen Punkt hinaus?
Als Trader beschäftigt man sich unausweichlich mit dem Konzept des Leverage . Ein Broker mit geringem Margin Anforderungen (hoher Hebel, hoches Leverage) erhält meistens den Vorzug vor einem Broker der höhere Margin Anforderungen hat.
Das ein hoher Hebel ein grösseres Risiko bedeutet, wird den meisten erst dann bewusst, wenn der Markt gegen sie läuft und sie ihre Position verkaufen müssen oder einen Margin Call von ihrem Broker erhalten.
Egal ob Swingtrader, Daytrader oder Intradaytrader, jeder kennt, doch viele ignorieren diese Problematik (ich möcht mich da nicht ausschliessen
).
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Auch die Märkte in denen man handelt sind von untergeordneter Rolle. Es ist unwichtig, ob du den Forexmarkt (Devisen), Aktienmarkt oder Commodity Markt (Rohstoffe) tradest; hat man als Trader noch nicht verstanden, dass mit hohen Gewinnchancen auch hohe Verlustrisiken mitkommen, so erhält man einen Margin-Call und das Tradingkapital ist aufgezehrt. Dies gilt insbesondere für Tradingbeginner!
Wir Trader sollten daher eigentlich die Situation der Banken nachvollziehen können. Wie Dan richtig sagt, bisher wurde nur versucht die Bilanz zu unterstützen, ohne sich um das Underlying (dem Geschäft zugrunde liegenden Basiswert, z.B. der Häusermarkt in den USA) zu kümmern. So lange also die Häuserpreise unter Druck sind, wird sich an der Situtation der Banken nichts ändern.
Es wird nur neues Kapital eingeschossen, da das Finanzsystem einen Margin-Call erhalten hat und nur zwei Opptionen hat:
- Die Position liquidieren (völliger Zusammenbruch???)
- Weiteres Kapital nachschiessen, bis das Underlying nicht mehr weiter fällt.
Bisher ist eine Stabilisierung des Häusermarktes nicht in sicht und die Daten deuten auf weiter fallende Preise hin.
Also : Anschnallen ist angesagt; safety first!
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Comments (413)
Dan liegt aber völlig daneben, wenn er meint die Staatshilfen würden nicht zur Inflation führen. Er übersieht, dass das Marginkonto auch eine andere Seite hat. Das Geld landet ja beim Broker und der macht damit irgendwann auch etwas. Spätestens wenn der Deal geschlossen wird.
mmm,
warum? der punkt ist ja das kein neues Geld entsteht, sondern nur das derzeitige Geldvolumen aufrecht erhalten bleibt. Also kann seiner Meinung nach kein Inflationsdruck entstehten, da sich ja die Geldmenge nicht ausweitet. Sehr schön zu sehen im Moment daran, dass M3 schrumpft und M1 sich ausweitet; sprich das “Kreditgeld” geht zurück und das “Zentralbankgeld” versucht diesen Rückgang abzufangen.
gruss
eachtradingday