Arbeitslos in China

Ein Artikel in der New York Times hat mich nachdenklich gestimmt.

About 20 million of the total estimated 130 million migrant workers, whose cheap labor underpins China’s manufacturing sector, have been forced to return to rural areas because of a lack of work, according to a survey conducted by the Agriculture Ministry that was cited at a briefing.

Das Landwirtschaftsministerium beziffert die Anzahl an Menschen, die gezwungen wieder in ihre Heimat zurück zu kehren auf 20 Millionen Menschen. 20 Millionen von 130 Millionen!

Ich erinnere mich an Berichte, wo man diese Millionen Heerscharen in die Städte strömen sah, weil sie aus den Provinzen Richtung Sonderwirtschaftszonen zogen. Richtung gelobtes Land.

Gleichzeitig liest man das

Growth slumped to 6.8 percent in the last quarter of 2008. Its annual rate of 9 percent for all of 2008, while still high compared with the growth rates of more developed economies, was the lowest in seven years.

Das Wachstum Chinas ging im vierten Quartal auf 6.8% zurück, was ein jährliches Wachstum von 9 Prozent entspricht.

So, was fang ich jetzt mit diesen Zahlen an?

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Zuerst frag ich mich, wenn “offiziel” 20 Millionen zurück mussten weil sie keine Arbeit fanden, wie hoch ist dann die inoffizielle? Wenn das schon die offizielle Linie ist, möchte ich nicht die wirklichen Zahlen kennen und gleichzeitg bleibt für mich die Frage offen, wie man immer noch ein Wachstum von 9% schafft, wenn man so eine Menge ein Arbeitskräften nicht mehr benötigt?

Ok, ok, vielleicht gibt es ja einleuchtende Erklärungen dafür, wie wärs z.B. mit:

  • Die Arbeitskräte waren zu teuer und wurden durch billigere ersetzt.
  • Die zu teuren Arbeitskräfte wurden durch günstiger Maschinen ersetzt.

Punkt ist. Ich mistraue offiziellen Zahlen generell und wenn sie aus China sind doppelt.

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